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„Anlassen“ Niedergründau lockt Tausende Biker in den Main-Kinzig-Kreis

Nach Absage im Corona-Jahr findet das Event 2021 wieder statt

Anlassen 2021 am 18. April 2021

Zum Start der Zweiradsaison findet jedes Jahr das traditionelle „Anlassen“ in Niedergründau statt. Locker 10.000 Motorradfahrer eröffnen im April die Motorrad-Saison zuerst mit einem Biker-Gottesdienst, und zwar in dem kleinen Ort Niedergründau im Main-Kinzig-Kreis. Anschließend geht es auf den Festplatz in Gelnhausen – und schließlich ab auf die Bikes. Im Corona-Jahr 2020 musste das Motorrad-Event zwar ausfallen. Das „Anlassen“ 2021 soll aber wieder stattfinden – so sicher wie das Amen in der Kirche. Der gesamte Main-Kinzig-Kreis freut sich schon jetzt auf das Motorrad-Event und auf die zahlreichen Biker, die sich dann wieder in der Region versammeln.

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„Motorradfahren hebt Grenzen auf.
Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.“

Hubert Hirsch

Veranstaltungsablauf „Anlassen“

Immer zur Motorrad-Saisoneröffnung heißt es in Niedergründau im Main-Kinzig-Kreis: Maschinen anlassen! Genau das passiert beim „Anlassen“ Niedergründau in tausendfacher Ausführung. Denn es ist die größte Motorrad-Saisoneröffnung in Hessen. Und: Selbst in ganz Deutschland gibt es nicht viele Motorrad-Events dieser Art.

Nach einem Motorradgottesdienst in der Bergkirche in Gründau starten die Biker in Gelnhausen seit Anfang der Achtzigerjahre traditionell in ihre Motorrad-Saison. Dabei steht der Saisonstart immer unter einem christlichen Motto. Die Predigt von Pfarrer Thorsten Heinrich ist natürlich auf das Motorrad fahren zugeschnitten. Mit einem Korso und dem kirchlichen Segen geht es nach dem Biker-Gottesdienst zum Festplatz in Gelnhausen. Geleitet werden die Motorradfahrer dabei meist von der Kradstaffel der hessischen Polizei. Es bietet sich also ein außergewöhnliches Bild, wenn Tausende Biker gut gelaunt durch die Altstadt cruisen.

Auf dem ehemaligen Exerzierplatz geht es anschließend ganz entspannt und gemütlich zu: Es gibt Essen und Trinken, es wird viel Musik gespielt, dazu werden immer auch einige Infoveranstaltungen geboten, die sich rund um das Thema Motorradfahren drehen. Großer Wert wird beim „Anlassen“ zum Beispiel auf Verkehrssicherheit und den Umgang mit anderen Teilnehmern im Straßenverkehr gelegt. Der ADAC Hessen-Thüringen sensibilisiert für die Frühjahrssaison, die für Motorradfahrer auch mit Risiken verbunden ist. Erfahrene Motorradtrainer geben Tipps, außerdem können Fahrsicherheitstrainings gebucht werden. Außerdem steht immer mal wieder ein Lkw-Simulator auf dem Festplatz, der den Motorradfahrern den Wechsel der Perspektive ermöglichen soll.

Doch es geht nicht nur ums Biken, sondern auch um die Liebe: Denn regelmäßig finden beim „Anlassen“ auch Taufen oder Trauungen statt. Sogar die eine oder andere Silberhochzeit wurde bei dem Saisonstart schon gefeiert – für die Beteiligten immer etwas ganz Außergewöhnliches. Das Wetter ist dabei beinahe egal, denn selbst wenn die Sonne nicht scheint, herrscht eine außerordentlich gute Stimmung unter den Teilnehmern.

Das „Anlassen“ Niedergründau geht in der Regel immer bis nachmittags, nach der Biker-Party schwärmen die Motorradfahrer mit ihren Gruppen aus und erkunden den Main-Kinzig-Kreis sowie die umliegenden Mittelgebirge Rhön, Spessart und Vogelsberg.

Geschichte der Veranstaltung

Das Motorrad-Event „Anlassen“ in Niedergründau gibt es schon seit 1981. Im Jahr 2021 feiert die Motorrad-Saisoneröffnung also 40. Geburtstag. Das „Anlassen“ findet am Sonntag, 18. April 2021 statt. Im Corona-Jahr musste die Großveranstaltung abgesagt werden. Doch die Sause aus der 39. Auflage wird einfach mit ins kommende Jahr genommen. Auch eine eigentlich für 2020 geplante Trauung soll dann ebenfalls stattfinden. Das verriet Motorradpfarrer Thorsten Heinrich der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Veranstalter des „Anlassen“ in Niedergründau sind der Verband Christlicher Motorradfahrer sowie die beiden hessischen evangelischen Landeskirchen Kurhessen-Waldeck (EKKW) und Hessen und Nassau (EKHN), insbesondere der Fachbeauftragte und Motorrad-Pfarrer Thorsten Heinrich. Heinrich hat Theologie studiert und ist seit knapp 40 Jahren begeisterter Biker. Er ist Motorrad-Seelsorger bei den beiden hessischen Landeskirchen, er folgte 2012 auf Ruprecht Müller-Schiemann. Zusammen mit dem ADAC Hessen-Thüringen und der DEKRA organisieren sie das größte Bikertreffen in Hessen und haben es zu einer wahren Marke gemacht.

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